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SPD betont Bedeutung von Weiterbildung

SPD-Vizechefin Andrea Nahles betont in einem aktuellen Beitrag im Bildungsspiegel die große Bedeutung von Weiterbildung und weist auf neue Regelungen hin:

„Gute Bildung, lebensbegleitendes Lernen sind zentral. Der berufliche Erfolg hängt mehr denn je von ihr ab. [...] Ich bin daher froh, dass es gelungen ist, die Weiterbildung in das Entsendegesetz aufzunehmen. [...] Investitionen in Bildung und Aktivierung sind alternativlos. Mit dem Hamburger Programm hat die SPD hierzu die Grundlagen gelegt.“

Fast zeitgleich wirft SPD-Fraktionschef Claus Schmiedel bei der aktuellen Landtagsdebatte in Baden-Württemberg dem politischen Gegner die Vernachlässigung der Weiterbildung von Beschäftigten vor, konkret:  „ein im März zugesagtes Programm nicht verwirklicht zu haben. Angesichts der schwersten Wirtschaftskrise seit Jahrzehnten müssten aber die Mitarbeiter vor dem Absturz in die Arbeitslosigkeit bewahrt werden. Andrea Krueger (CDU) erwiderte, der Bund fördere bereits vielfältig die berufliche Qualifizierung. Es sei deshalb nicht notwendig, dass das Land sich zusätzlich engagiert.“ (Quelle: Bild)

So könnte der Eindruck entstehen, dass eine Seite die Wichtigkeit von Bildung begriffen hat, oder zumindest die Wichtigkeit als Wahlkampfthema. Und die andere Seite offenbar der Meinung ist, dass Weiterbildung in die ausschließliche Verantwortung der Bundespolitik fällt, man sich auf Landes-, Kreis- und Gemeinde-Ebene also nicht dafür engagieren, oder zumindest nicht dafür bezahlen braucht.

Geld sparen: Weiterbildung bei Kurzarbeit

Kerstin Schmitz ist fast 40 und arbeitet seit vielen Jahren in der gleichen Firma. Sie macht ihre Arbeit gut und versteht sich prima mit Kollegen und Vorgesetzten. Momentan geht es ihr aber wie vielen anderen: Sie hat Angst, ihren Arbeitsplatz zu verlieren. Kerstins Chef möchte ihr nicht kündigen, muss aber Ausgaben einsparen, denn die Auftragslage ist schlecht. Also beschäftigt er sie nur noch per Kurzarbeit.

Sparen durch Bildung

© S. Hofschlaeger / PIXELIO

Im vergangenen Monat stieg die Zahl der Kurzarbeiter. Zum Beispiel in Sachsen von 11.100 auf 35.000, betroffen sind Mitarbeiter von 1.300 Firmen. Wirtschaftsminister Thomas Jurk (SPD) wies darauf hin, dass jede Anzeige von Kurzarbeit eine erfolgreich abgewendete Kündigung bedeute. Er bemängelte jedoch, dass Firmen nur in 5 Prozent der Fälle Kurzarbeit für Schulungen nutzen. Auch Heinz Lehmann (CDU) rief Unternehmen dazu auf, drohenden Personalabbau durch Kurzarbeit mit Weiterbildung zu umgehen.

Ludwig Stiegler (SPD) betonte, dass Firmen durch das Konjunkturpaket II keine Sozialversicherung mehr für Kurzarbeiter zahlen müssen, wenn sie diese zu Qualifizierungskursen schicken: „Arbeitgeber haben die Pflicht, solche Angebote jetzt auch zu nutzen.“

Nicht nur Arbeitgeber können Geld durch Fortbildung sparen, sondern auch Arbeitnehmer, die zum Beispiel an einem Office Seminar oder Photoshop Kurs teilnehmen möchten. Es gibt verschiedene Förderprogramme, Finanzierungen, Stiftungen und Stipendien für Fortbildungen. Ausführliche Informationen darüber findet man z.B. per Google oder in einem Bericht wie diesem.